Erfolge des ÖAL
Die Qualität der Richtlinienarbeit ist dadurch dokumentiert, daß diese Empfehlungen schon wiederholt als Grundlage für ÖNORMEN und Verordnungen dienten.
So wurde im Amtsblatt der Europäischen Union L 212/49 vom 22.8.2003 die Empfehlung der Kommission vom 6. August 2003 über Leitlinien für die geänderten vorläufigen Berechnungsmethoden für Industrie-, Flug-, Straßenverkehrs- und Eisenbahnlärm und diesbezügliche Emissionsdaten bekannt gemacht. Darin heißt es unter Pkt. 3.3.2 Fluglärm Standardempfehlung:
"Es ist festgestellt worden, dass die nachstehend genannten Schriftstücke für die meisten Arten von Zivilflugzeugen sowie für Flugzeuge der neuen lärmreduzierten Flugzeuggeneration umfassende Daten, einschließlich Lärm-Leistungs-Abstand und Leistungsdaten, enthalten, die nach einer Überprüfung der verfügbaren Datenbanken zur Berechnung von Fluglärm verwendet werden können.
ÖAL-Richtlinie 24-1 Lärmschutzzonen in der Umgebung von Flughäfen Planungs- und Berechnungsgrundlagen. Österreichischer Arbeitsring für Lärmbekämpfung Wien 2001
Neue zivile Flugzeugklassen für die Anleitung zur Berechnung von Lärmschutzbereichen (Entwurf), Umweltbundesamt, Berlin 1999 "
Ein weiterer Höhepunkt der Richtlinienarbeit ist zweifellos die Richtlinie Nr. 36 Blatt 2 "Erstellung von Lärmkarten und Konfliktzonenplänen und Planung von
Lärmminderungsmaßnahmen - Anforderungen im Anwendungsbereich der Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG". Diese Richtlinie wurde als erste ÖAL-Richtlinie in der Wiener-Umgebungslärmschutzverordnung verbindlich erklärt und diente für die Bundes-Umgebungslärmschutzverordnung als Vorlage.
Der ÖAL wurde aufgrund des hohen Niveaus der Arbeiten auf dem Gebiet der Schalltechnik als Österreichisches Mitglied der FASE (Federation of Acoustical Societies of Europe) und der INCE (Institute of Noise Control Engineering) aufgenommen. Auch die ehrenvolle Aufgabe der Durchführung der 16. Fachtagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Akustik, DAGA '90, die 1990 erstmals außerhalb Deutschlands veranstaltet wurde, wurde nach Wien an den ÖAL gemeinsam mit der Technischen Universität Wien vergeben, wobei ein neuer Teilnehmerrekord verzeichnet werden konnte. Während der langjährigen Mitgliedschaft bei der AICB (Association Internationale Contre le Bruit) wurden in Österreich in den Jahren 1962 und 1986 zwei der AICB-Kongresse erfolgreich organisiert.
Die Arbeiten des ÖAL haben mit dazu beigetragen, die Lärmbelastung in Österreich zu senken.